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Coronavirus: Deutscher Mobilfunkbetreiber gibt Bewegungsdaten weiter

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In der Pressekonferenz vom RKI heute morgen LIVE auf der welt.de wurde mitgeteilt, dass Deutsche Telekom Bewegungsdaten der Mobilfunknutzer weitergegeben hat. Es heißt, dass keine individuellen Daten weitergegeben wurden sondern nur alles anonymisiert. Über andere Mobilfunk Anbieter wurde nichts berichtet.

Letzte Aktualisierung am 10.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Dieser Schritt ist laut RKI nötig um zu schauen inwieweit sich die Menschen in Deutschland an die geforderten Maßnahmen der Regierung halten würden. Es wird sehr vieles getan um die Coronavirus Pandemie in Deutschland einzudämmen, da gehören auch solche Maßnahmen in der Zusammenarbeit mit den Deutschen Mobilfunkbetreibern dazu.

Diese Daten kann man laut dem Präsident Lothar H. Wieler allerdings auch kaufen, wie oft sie diese Daten bekommen würden oder in welchen Zeitabständen, wüsste er allerdings nicht. RKI bekommt diese Daten allerdings kostenlos zur Verfügung gestellt.

In vielen Ländern, vor allem in den asiatischen werden die Menschen komplett getrackt um zu sehen wer sich beispielsweise an die Quarantäne Bestimmungen hält und wer nicht. Viele Menschen haben Angst, dass Sie dadurch zu viel von sich preisgeben würde oder Deutschland bald soweit ist wie China. Ein Land in dem der Staat alle Bewegungsdaten von einem Mobilfunknutzer kennt? Wie sicher sind die Daten? Und was ist mit dem Datenschutz zur Zeiten von DSGVO?

Menschen in China werden über die Apps komplett überwacht

Einige Apps liefern aktuelle Informationen über Orte, an denen das Virus aufgetreten ist, während andere Daten über infizierte Personen sammeln.

Die chinesische Regierung arbeitet mit zwei der größten Technologieunternehmen des Landes zusammen, berichtet voanews.com, um die Krankheit zu verfolgen. Die Alibaba Group und Tencent Holdings haben farbbasierte Systeme entwickelt, die den Gesundheitszustand von Personen erfassen und Träger des Coronavirus identifizieren.

Benutzer in Hangzhou können die App nutzen, um ihre offizielle Identifikationsnummer zu melden und Informationen zu suchen. Einzelpersonen werden gebeten, kürzliche Reisen außerhalb der Stadt sowie Symptome der Grippe, wie z.B. eine hohe Körpertemperatur oder starken Husten, zu melden.

Nach dem Ausfüllen des Fragebogens erhalten die Benutzer eine Mobiltelefonnachricht, die einen farbbasierten QR-Code in Bezug auf den von ihnen beschriebenen Gesundheitszustand enthält.

App-basierte Daten werden genutzt um die Menschen um Corona zu leiten

Benutzer mit einem roten Code werden aufgefordert, sich für 14 Tage unter Quarantäne zu stellen und ihren Zustand weiterhin über die DingTalk-Messaging-App von Alibaba zu melden. Benutzer mit einem gelben Code werden angewiesen, sieben Tage in Quarantäne zu bleiben, während Benutzer mit einem grünen Code frei reisen können.

Chinesische Staatsmedien berichteten, dass das Alibaba-System an Bahnhöfen, entlang von Hauptstraßen und anderen Reisekontrollpunkten eingesetzt werden soll. Das System wird auch in einigen Gegenden eingesetzt.

Die Technologie-Website Abacus berichtete, dass Bürger von ihrem Mobilfunkanbieter Standortdaten anfordern können, um zu zeigen, dass sie sich nicht in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben. In dem Bericht hieß es, dass Chinas staatliche Telekommunikationsfirmen den Nutzern auf Wunsch eine Nachricht schicken werden, in der alle Gebiete aufgelistet sind, die sie in den vergangenen 14 Tagen besucht haben.

In China gibt es detaillierte Nachverfolgungsaufzeichnungen für Mobilfunknutzer, da das Land von den Nutzern verlangt, bei der Anmeldung für Telekommunikationsdienste ihren wirklichen Namen und andere persönliche Informationen zu registrieren.